Teufel Concept F
Sie befinden sich hier:  Startseite / Artikel / Hardware / Sound und Klang
Artikel (Tests)

Teufel Concept F


Aufstellung des Systems

Kommt man zum Aufstellen des Systems, wird schnell klar, dass sich Teufel in Sachen PC-Systeme stark weiterentwickelt hat. Während die Concept E Systeme für den Anschluss an Multimediageräte konzipiert waren und so auch die Aufstellung der Satelliten auf Schaubildern stets fürs Wohnzimmer gedacht waren, gibt es in der Bedienungsanleitung gleich zwei Schaubilder. Desweiteren ist jeder Schritt klar und deutlich in der Bedienungsanleitung beschrieben, beinahe alle Eventualitäten werden hier geklärt.

Lautsprecheraufstellung PC

Zunächst wollen wir die Aufstellung des Systems am PC erläutern. Teufel weist in der Bedienungsanleitung zunächst auf manche Dinge hin: Die beschriebene Aufstellung sei die optimale Lösung, jedoch solle das System nicht nur akustisch die optimale Position einnehmen. Auch der Partner und die optische Ausrichtung sollen nicht zu kurz kommen.
Bei der Aufstellung des Systems am PC ist die Positionierung des Centerlautsprechers am aufwendigsten, da dieser nicht die Sicht auf den Monitor blockieren soll, trotzdem aber einen größtmöglichen Soundgenuss gewährleisten muss. Wir haben den Lautsprecher stets vor oder auf dem Monitor platziert, was jedoch bei TFT Bildschirmen nicht mehr immer möglich ist. Hier kann man auch den Center hinter dem Flachbildschirm aufstellen und die Membran gen Wand ausrichten. So wird der Schall reflektiert und verleiht dem Sound auch mehr Tiefe. Ansonsten wäre hier je nach Begebenheiten ein Experimentieren mit verschiedenen Aufstellungen angesagt. Die vorderen Seitenlautsprecher sollten Rechts und Links vom Monitor in gleichem Abstand aufgestellt werden und auch in Richtung des Zuhörers strahlen. Auf dem Bild ist dies durch den grauen Bereich gekennzeichnet. Wir haben gute Erfahrungen gemacht, wenn wir die seitlichen Lautsprecher so weit vom Hörer entfernt platziert haben, wie möglich. Dann kann man den akzeptablen Raum zum Hören auch erweitern und ein zweiter Zuhörer muss in dieser Hinsicht keine großen Abstriche machen. Die rückwärtigen Lautsprecher sollten hinter dem Anwender stehen, jedoch nicht allzu weit, da wir wie oben schon beschrieben einige Probleme mit der Lautstärke der hinteren Boxen bei der Up-Mix Funktion hatten. Die optimale Höhe der Montage ist laut Teufel Lautsprecher 0,8 bis 1,6 Meter. Muss der Lautsprecher etwas unter oder über diesem Bereich positioniert werden, macht es Sinn, diesen so anzuwinkeln dass er dem Zuhörer direkt ins Gesicht (bzw. in die Ohren) strahlt. Eine Montage unterhalb der Ebene auf der sich die vorderen Lautsprecher befinden ist nicht zu empfehlen.
Der Subwoofer ist eine Klasse für sich. Seine Positionierung ist nicht nur hinsichtlich des Sounds interessant, sondern auch wegen der Kabel. Je weiter der Subwoofer von den Lautsprechern entfernt ist, desto länger müssen die Kabel sein. Besonders gilt dies für die vorderen Lautsprecher, da hier sogar drei Stück stehen. Deshalb ist in unseren Augen die optimale Position direkt unter dem Centerlautsprecher. Hier kann es jedoch vorkommen, dass das System den Freiraum unter dem Schreibtisch einschränkt. Dennoch liegen die Vorteile auf der Hand: Die vielen Kabel können hinter dem PC versteckt werden, die Strecken zwischen PC und Soundsystem sind auch kürzer als bei anderen Positionen. Wie Teufel auch eingangs beschrieben hat, muss man auch hier Kompromisse eingehen und die für sich persönlich optimale Konfiguration ausprobieren.

Lautsprecheraufstellung Heimkino

Die Aufstellung des Systems in einem Heimkino ist hier etwas anders. Der Anwender sitzt sehr viel weiter vom Bildschirm entfernt und somit nimmt der Abstand zu den vorderen Lautsprechern zu, bei den hinteren verringert sich der Abstand. Deshalb ist nun die Positionierung der hinteren Lautsprecher weitaus wichtiger geworden.
Teufel erleichtert uns die Qual der Wahl mit mehreren Alternativen zur Aufstellung der Surroundboxen. In einem Wohnzimmer bestimmt jedoch meistens das gegebene Mobiliar und die Einrichtung des Zimmers die Aufstellung. Die kleine Baugröße der Boxen hilft jedoch, dieses Problem zumindest teilweise zu beheben.
In der Zeichnung sind Die Aufstellungsmöglichkeiten A-C zu erkennen, welche wir hier weiter erklären werden.
Die optimale Position ist in A zu finden, jedoch müssen die Lautsprecher in dieser Position einen Mindestabstand von einem Meter einhalten. Ist dies aufgrund verschiedener Begebenheiten nicht möglich, empfiehlt Teufel die Ausrichtung zu ändern und die Lautsprecher vom Hörplatz weg, in Richtung der Wand zu ändern. Alternativ kann der Abstand auch durch eine höhere Montage oder Änderung der Position erlangt werden.

Eine andere Geschichte ist jedoch die akustisch optimale Position der vorderen Boxen und des Subwoofers, zumal die Anpassung der Phase beim Concept F nicht mehr gegeben ist. Läuft es schlecht, können stark dröhnende Bässe auftreten, die das Soundbild stark stören.
Deshalb gibt es eine sehr schlaue Lösung von Dolby, diesem Problem entgegenzutreten.
Man stellt den Subwoofer am Hörplatz auf und geht am gewünschten Aufstellungsort ein paar Schritte umher. Die Lautstärke wird dann je nach Standort zu- oder abnehmen. Der Subwoofer sollte dort aufgestellt werden, wo der Bass eine ausgewogene Lautstärke erreicht.
Leichter verläuft die Bestimmung wenn man sich etwas mit Raumakustik beschäftigt. Die Lautstärke unterscheidet sich deshalb so stark im Raum, weil sich der Schall wie eine Welle ausbreitet; trifft er auf ein Hindernis wird er reflektiert und läuft zurück. Bei bestimmten Frequenzen und bestimmten Raumverhältnissen kommt es vor, dass sich die reflektierten Wellen überlagern und so eine "stehende Welle" erzeugen. Bemerkbar macht sich dies, wenn man durch den Raum läuft und bestimmte Frequenzen immer wieder stärker und schwächer werden. Besonders wenn man in einer Raumecke und vor allem mit einem schrägen Dach steht, kann dieser Effekt auftreten und die Wucht des Basses multipliziert sich merklich.
Eine stehende Welle entsteht, wenn der Raum genauso lang ist wie die halbe, bzw. das vielfacher einer halben Welle. Um auf die Frequenz zu kommen in der sich die Welle überlagert, muss man die Schallgeschwindigkeit von 344 Meter pro Sekunde durch die doppelte Länge des Raumes teilen. Nimmt man also z.B. einen Raum von 5 Metern Länge (344 : 10 = 34,4) entsteht die stehende Welle bei 34 Hertz genau in der Raummitte. Weitere bei 69 Hertz (34,4 * 2) und die nächste bei 103 (34,4 * 3).
Entscheidend ist also, dass sich der Aufstellungsort der Lautsprecher und die Sitzposition außerhalb dieser Überlagerungen befinden. Eine solche Situation lässt sich aber (fast) nie realisieren. Dies liegt allein schon an der Architektur der meisten Räume (Dachschrägen etc.). Hier bleibt uns nur, darauf hinzuweisen dass eine optimale Aufstellung nicht nur die Akustik, sondern auch die Optik und den Lebenspartner berücksichtigen sollte.

Die Softwarekonfiguration zur 5.1-Wiedergabe

Wenn man das Concept F an einen Computer anschließen, und die vollen Surroundfähigkeiten von Filmen und Spielen ausnutzen will, muss die Soundkarte einen 6-Kanal Ausgang besitzen. Dieser ist bei Onboardsoundkarten nicht immer vorhanden, bei Laptops kann man diesen (beinahe) immer nur über externe Soundkarten erhalten. Der Surroundausgang wird durch drei Klinkebuchsen und den beim Kabelset beigelegten Y-Weichen und den Cinchkabeln mit dem Concept F verbunden. Doch mit dem Anschließen ist es mit dem Surroundsound nicht getan, auch die Software der Soundkarte muss angepasst werden.
Natürlich gibt es eine sehr große Fülle an verschiedenen PCI Karten, die einen Sechskanal Ausgang besitzen und somit auch am Concept F angeschlossen werden können. Als Beispiel führen wir hier eine schon recht betagte Audigy II an, meistens wird man auf neuere Karten stoßen und somit auch neuerer Software. Aber an den Einstellungen wird sich nicht viel bis gar nichts geändert haben.
Als allererstes muss die Ausgabe auf "5.1" umgestellt werden und der Ausgabemodus auf Analog, das heißt bei "Nur Digitale Ausgabe" muss der Haken deaktiviert sein.
Als nächstes müssen die Einstellungen für den Subwoofer angepasst werden.
Hier kommt es sehr schwer zum Tragen, dass man beim Concept F weder die Cross-Over Frequenz noch die Phase einstellen kann. Eine optimale Cross-Over Frequenz in der Software muss man hauptsächlich erhören, da dies je nach Nutzer ein anderer Eindruck sein kann. Auch die Beschaffenheit des Raumes kann nicht außer Acht gelassen werden. In der Teufel Bedienungsanleitung ist eine Frequenz von 120Hz zu erkennen, womit wir auch unsere Höreindrücke gewonnen und als gut befunden haben.
Die Lautstärke des Subwoofers sollte auf die Maximal gestellt werden, da man so das volle Potenzial des Tieftöners ausspielen kann. Ist er zu laut, kann man ihn immer noch mit der Fernbedienung herunterregeln. Wenn er jedoch zu leise spielt und der Pegel per Subwoofer-Einstellungen am System schon auf Maximal steht, muss man wieder an die Software ran was immer sehr nervig ist.
Als nächstes empfehlen wir, dass in den EAX Konsolen das "CMSS 3D" in der Version 2 aktiviert wird, so können höhere Pegel an den rückwärtigen Lautsprechern erzielt werden und diese auch weiter vom Nutzer entfernt stehen als die Frontlautsprecher.
Schlussendlich muss jedoch nach erfolgter Anpassung im Softwarebereich natürlich auch mit dem Ohr hingehört werden. Per Fernbedienung oder direkt am Subwoofer lassen sich die letzten Einstellungen vornehmen und dem Soundgenuss sollte nichts mehr im Wege stehen.

Softwarekonfiguration Teil 2
Softwarekonfiguration Teil 1

 


  • Von: admin am 26.07.2011




Bewerten
     



Bitte melden Sie sich zum Abgeben von Kommentaren bei uns an. Vielen Dank!

 

0,3763 sek. (45 queries)