Teufel Concept F
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Artikel (Tests)

Teufel Concept F


Die Endstufe

Der Kühlkörper

An der Endstufe hat sich seit dem Concept E Magnum am meisten getan. Die 6-Kanal Endstufe kann wie beim Concept E Magnum per Fernbedienung eingestellt werden, jedoch finden sich hier weitaus mehr Funktionen und Möglichkeiten als vorher.
An der Front des Subwoofers findet sich die Anzeige, welche mit roten LED's die Einstellung der Pegel und anderer Features veranschaulicht. Durch die mitgelieferte Fernbedienung "CF 550 RC" können sämtliche Einstellungen vorgenommen werden. Ohne Fernbedienung können auch am Subwoofer durch kleine Drucktaster die Justagen vorgenommen werden, jedoch bieten diese nicht die Umschaltung zwischen 2.1 und 5.1, außerdem gibt es keinen Resetknopf und Ein-/Ausschalter.
An der Rückseite des Subwoofers finden wir den riesigen Kühlkörper aus Metall, welcher die erwärmten Verstärkerkomponenten mit 450Watt Gesamtleistung auf Zimmertemperatur bringt.
Die Ein- und Ausgänge der Endstufe findet man ebenfalls an der Rückseite des Subwoofers, auf welche wir nun näher eingehen möchten.
Die Ausgänge sind ebenso wie bei den sonst üblichen Computer-Systemen von Teufel Lautsprecheranschlussklemmen, wie sie ebenfalls an den kleinen Satellitenlautsprechern zu finden sind. Die maximale Kabeldicke beträgt 2,5mm², die im von Teufel vorgeschlagenen Anschlussset enthaltenen Lautsprecherkabel bringen 0,75mm² mit sich. Die Klemmen sind an der Endstufe und an den Lautsprechern rot und schwarz markiert, damit einer Verpolung vorgebeugt wird. Sind die Lautsprecher falsch gepolt, macht sich das durch sehr dünnen und deplazierten Sound bemerkbar, eine eindeutige Ortung von Signalen ist nicht mehr möglich. Entgegengesetzt der weit verbreiteten Meinung von Konsumenten, nehmen die Lautsprecher dadurch keinen bleibenden Schaden, es hört sich einfach nur schlecht an. Gefährlich ist hingegen ein Kurzschluss der beiden Pole, die Endstufe könnte hier sehr schnell stark beschädigt werden.
Gleich über den Anschlussklemmen finden wir die Eingänge für die Endstufe, hier werden die Klangquellen angeschlossen. Und genau das ist so besonders an diesem System: es können gleich drei Klangquellen angeschlossen werden.
Da das Concept F ein Surroundsystem ist, darf natürlich ein 6-Kanal Soundeingang nicht fehlen. Dieser ist in genau der gleichen Form hier eingebaut wie auch bei allen anderen Teufel Lautsprechersystemen für den PC: Durch die sechs Cincheingänge für die beiden Front und Rear, sowie den Center und Subwoofer wird jeder Lautsprecher einzeln angesteuert. Dieser Anschluss eignet sich für Soundkarten mit entsprechenden Anschlüssen am besten, aber auch DVD Spieler mit 6-Kanal Pre-Out können hier angeschlossen werden, diese sind jedoch viel zu selten. Eine Liste mit unterstützten Spielern kann man bei Teufel finden. Bei früheren Systemen gab es hier auch eine "Up-Mix" Funktion, wenn nur die Fronteingänge belegt waren. So wurden trotz eines Stereo-Signals auch die hinteren Lautsprecher, der Subwoofer und der Centerlautsprecher angesprochen. Bei diesem 6-Kanal Eingang gibt es diese Funktion leider nicht mehr, wenn nur Stereo angeschlossen wird, kommt auch nur an den beiden Frontlautsprechern Ton heraus. Die Up-Mix Funktion gibt es beim Concept F dennoch, hierfür sind die beiden anderen Soundeingänge zuständig.
Diese sind in folgender Form vorhanden: Es gibt einen Stereo-Cinch Eingang ("AUX") und ein PC Eingang per Klinke ("PC"). Beide sind Anschlüsse für Stereo-Audioquellen, welche dann auf alle Lautsprecher verteilt werden, dies wird von Teufel als "Up-Mix" betitelt.

Die Quellen-Eingänge
Anzeige der Endstufe am Subwoofer

Nicht nur gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Anschluss von Geräten, diese können auch parallel angeschlossen werden. Denn sowohl mit der Fernbedienung als auch am Subwoofer selbst kann zwischen den verschiedenen Quellen hin- und hergeschaltet werden. So wird das System im Wohnzimmer mit bis zu 20 bzw. 25m² zum Alleskönner: Der DVD Player, der HTPC und ein MP3-Player können zeitgleich angeschlossen werden und mit einem Knopfdruck ist zwischen den vielen Quellen umgeschaltet. Ein Digitalreceiver ist für solch eine Konfiguration obsolet geworden, da die Endstufe und der Source-Umschalter im Concept E Vereint sind. Aber auch der Betrieb als PC-Lautsprecherset ist möglich, wenn auch dies ein etwas luxuriöses System wäre.
Doch es kommt auch einmal vor, dass man eine gute Platte auflegen möchte und den Genuss nicht im "Up-Mix" Modus schmälern möchte - dafür gibt es die 5.1/2.1 Umschaltung. Mit je einem Knopfdruck kann zwischen den beiden Modi umgeschaltet werden. Das ".1" bedeutet, dass der Subwoofer dennoch weiterwerkelt, je nach dem dann in Kombination mit allen 5 Satellitenlautsprechern oder nur mit den beiden vorne. Was uns jedoch nicht gefiel: Wenn der 2.1-Modus aktiviert wird, sind die Rear- und der Center-Lautsprecher deaktiviert, der Subwoofer spielt jedoch mit unveränderte Lautstärke weiter. So muss man diesen manuell leiser drehen, was nicht schwierig, wohl aber nervig ist.
Was uns außerdem nicht so sehr gefallen hat, sind die Up-Mix Fähigkeiten des Systems. Eigentlich sollte es möglich sein, bei Anschluss einer Stereo-Quelle am AUX- und PC-Anschluss auch adäquate Töne aus den rückwärtigen Lautsprechern zu vernehmen. Dies ist auch der Fall, jedoch erst dann wenn die hinteren Satelliten per Fernbedienung auf volle Leistung gestellt wurden. Zusätzlich ist die Soundqualität in diesem Modus mehr als schlecht, es ist immer noch nicht laut genug und ein starkes Hintergrundrauschen stört den Höreindruck. Beim AUX-Eingang ist dieses Hintergrundrauschen sogar noch stärker zu vernehmen als beim PC Anschluss. Ein leistungsfähiger Up-Mix sieht in unseren Augen klar anders aus. Erschwerend kommt hinzu, dass dies die einzige Möglichkeit ist, die beiden Stereo-Anschlüsse auf allen Lautsprechern spielen zu lassen. Wird der 2.1 Modus aktiviert, spielen diese Lautsprecher gar nicht mehr. Dass es auch anders geht, zeigt Teufel gleich beim selben System: Der Center Lautsprecher ist nicht von diesem Problem betroffen.
Einen weiteren großen Unterschied zur Bedienung des Concept E Magnum hat Teufel im Concept F mit dem Tone-Control integriert. Dieses ist - genauso wie Stummschaltung, Power und 2.1/5.1 Umschaltung nicht direkt am Subwoofer zugänglich und nur per Fernbedienung einstellbar. Tone-Control ermöglicht es dem Besitzer, die Höhen (Treble) und Tiefen (Bass) zu verstärken oder abzuschwächen. So ist eine bessere Anpassung auf die Begebenheiten und Hörgewohnheiten des Raumes und des Zuhörers möglich. Bei der Anpassung von Treble oder Bass wird die LED "Tone" am Subwoofer aktiv, so kann man sehen dass gerade diese Option geändert wird.
Was uns jedoch nicht gefallen hat, ist die Regelung zur Ein- und Ausschaltung des Systems: Während es noch bei anderen Systemen möglich war, einen Schiebeschalter auf ON, AUTO oder OFF zu stellen, fehlt diese Funktion beim Concept F. Natürlich kann man den Verstärker per Fernbedienung ausschalten, aber am Subwoofer ist das nur durch Netzschalter möglich. Beim Ausschalten per Fernbedienung geht das System nur auf Stand-By, eine rote LED bleibt weiterhin aktiv, welche im Betrieb nach Blau wechselt. Während dies noch akzeptabel ist, gibt es keine AUTO Funktion, welche den Subwoofer und damit die Strom fressende Endstufe bei Nichtgebrauch automatisch (deshalb auch der Name AUTO) abschaltet. Dadurch muss man immer daran denken, das System abzuschalten, sonst verbraucht es munter immer weiter Strom und leert den Geldbeutel. Schade, wie wir finden, denn mit der Autofunktion konnte man immer sehr angenehm arbeiten.
Verbessert wurde jedoch etwas Entscheidendes: Die Pegeleinstellungen werden endlich auch nach dem Trennen der Stromzufuhr weiterhin gespeichert.


 


  • Von: admin am 26.07.2011




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