Teufel Concept F
Die Concept F Satelliten und der Centerlautsprecher
Das Concept F besteht als 5.1 Surroundsystem aus vier Satelliten- und einem Center-Lautsprecher die für hohe Töne und bei im Raum verteilter Aufstellung für den Surround-Sound sorgen, sowie über einen großen Tieftöner der für die starken und tiefen Bässe sorgt. Zwei Satellitenlautsprecher werden beim Anschluss an einen PC mit dem Center-Lautsprecher auf den Schreibtisch neben den Bildschirm gestellt, die anderen zwei finden hinten im Raum ihren Platz. So können bei Filmen und Spielen Gewehrschüsse und Splitter aus allen Ecken des Raumes auf den Zuhörer prallen.
Beide Hochtönerarten sind in den gleichen Anthrazit- und Titanfarben gehalten wie auch der Subwoofer. Diese Farbgebung soll die höchstmögliche optische Kompatibilität mit anderen Hifi-Geräten im Wohnzimmer gewährleisten, was mit den meisten Geräten auch funktioniert. Auch neuere PC-Komponenten gibt es mittlerweile in dieser Farbgebung, also ist auch am PC für das optische Wohl gesorgt.
Das Material ist ein Plastik, welches dann mit silberner, bzw. Titan-Farbe besprüht wurde. Im Vergleich zum Concept E kann diese Lösung als etwas kostengünstiger bezeichnet werden, die alte Version vermittelt einen etwas robusteren Eindruck, zumal diese auch über Metall-Gitter verfügen. Die Haptik der Lautsprecher ist gut, sie sind sehr massiv gefertigt, was vor allem auf die schweren Mitteltonlautsprecher zurückzuführen ist. Im Vergleich mit sonst erhältlichen Lautsprechern für Computer bietet Teufel hier weitaus griffigere Modelle, die bei höheren Pegeln nicht anfangen werden, störende Vibrationen aufzunehmen.
Die Frontabdeckung der Concept F Satelliten und des Centers sind aus Stoff und verdecken die Mittel- und Hochtöner in diesen Lautsprechern. Die Front ist flach und nicht wie in der Concept E Reihe gewölbt und außerdem blickdicht, da der Stoff eine neue Technologie aus dem Hause Teufel verdeckt: die mechanische Bandpass-Konzeption, diese wird weiter unten näher beschrieben.
Natürlich darf auf der Front auch das Teufellogo nicht fehlen, dieses ist aus Plastik mit einer dünnen Schicht schraffierten Metalls gefertigt und sitzt bombenfest an den Abdeckungen. Die obere Kante der Satellitenlautsprecher, bzw. die Seiten des Centerlautsprechers beschreiben eine kleine Wölbung, was das Aussehen der Lautsprecher unterstützt.
Zum Teil zu sehen sind kleinere Spalte rund um das Gehäuse, wo die beiden Hälften des Lautsprechers zusammengefügt wurden. Diese sind zu unserem Bedauern an manchen stellen nicht ganz optimal gefertigt und weisen zeitweise leicht unterschiedliche Spaltmaße auf, wie man auf den Bildern sehen kann. Der Soundqualität sollte dies jedoch keinen Abbruch tun.
Auf der Rückseite der Satellitenlautsprecher findet man einen Haken zum Aufhängen an einer Wand mit Hilfe eines Nagels, sowie ein Gewinde zur Befestigung an Lautsprecherständern, wie sie auch im Teufel Shop erhältlich sind. Der Center-Lautsprecher verfügt über diese Vorrichtungen nicht, da dieser auf dem Schreibtisch, vor oder auf dem Monitor, bzw. im Wohnzimmer auf oder unter dem Fernseher gestellt werden soll. Eine Aufstellung auf Ständern oder die Anbringung an der Wand sind hier nicht gefragt.
Neben den Wandhalterungen gibt es an den Satellitenlautsprechern und dem Centerlautsprecher im Querformat auch die Anschlussklemmen für die Lautsprecherkabel. Diese sind in der Qualität identisch mit dem Concept E System und lassen sich je nach eingesetztem Kabel einigermaßen einfach benutzen. Es kann jedoch schnell schwierig werden, wenn man die Klemmen nur schwer erreicht, weil z.B. das Kabel knapp bemessen ist und man so den Lautsprecher nicht umdrehen kann um das verdrillte Kabel einzuführen.
Die Unterseite der Lautsprecher ist mit vier gut rutschbeständigen Gumminoppen versehen, welche eine Verbesserung im Vergleich zum Concept E Magnum System darstellen, denn dort waren gar keine Füßchen beigelegt. Außerdem finden sich auf der Unterseite der Lautsprecher Typenschilder mit Technischen Daten und Service-Adressen sowie ein Aufkleber des Qualitäts-Checks.
Wir haben uns auch nicht nehmen lassen, ins Innere einer der Lautsprecher zu sehen. Zunächst wird die mit grauem Stoff bespannte Vorderseite abgenommen. Dies ist relativ leichtgängig möglich, man hebelt einfach die Plastikabdeckung ab und zieht die 4 Pins heraus. Dann lüftet sich das Geheimnis der neuen Teufel-Technologie: der Bandpassfilter auf mechanischer statt elektronischer Basis ersetzt den sonst im Lautsprecherbau quasi obligatorischen Frequenzweichen. So werden nicht nur Kosten eingespart, auch der Mitteltöner ist etwas mehr geschützt, denn so können auch Kinderhände nicht die Membran beschädigen. Dennoch ist der Schutz nicht so umfangreich wie bei den Vertretern der Concept E Reihe, denn diese verfügten noch über ein Metallgitter. Der Bandpassfilter deckt den Mitteltöner mit 80mm Durchmesser ab, damit einige Frequenzen abgefangen werden, welche schon von der Hochtonkalotte emittiert werden. So ist eine kostengünstige Alternative zur Frequenzweiche entstanden und dennoch konnte der Preis für das System niedrig gehalten werden. Auf der Rückseite der Frontabdeckung ist beim Satelliten eine zähe Masse angebracht, welche Vibrationen des Bandpassfilters vermeidet, Störgeräuschen wird so vorgebeugt.
Nun können wir die Tontreiber sehen, einen 80mm Mitteltonlautsprecher und eine 20mm Kalotte. Diese sind optisch ebenso wie akustisch von höchster Qualität. Die sechs Schrauben werden nun gelöst und präsentieren uns das Innere des Lautsprechers.
Hier wurden sehr dicke Kabel verwendet, die direkt an die Anschlussklemme an der Rückseite gelötet wurden. Lediglich der Hochtonkalotte wurde ein Elektrolyt-Kondensator spendiert. Im Hohlraum wurde ein Dämmmaterial verbaut, eine Frequenzweiche fehlt aufgrund der Bandpass-Technologie natürlich. Überrascht waren wir über die Gewichtsverteilung des Lautsprechers. Nicht das Gehäuse aus Plastik macht hier das Gewicht aus, sondern der riesige Ringmagnet an der Mitteltonmembran.
Was man auch im Innenraum sehen kann ist die Beschaffenheit des Plastiks: Unsere Vermutung, dass Standard Spritzplastik verwendet wurde, bewahrheitet sich. Die Farbe ist durch aufsprühen dazugekommen, statt sie vor dem Spritzen dem Plastik beizumengen. Rein haptisch ist das Plastik nicht so hochwertig wie beim Concept E, jedoch ist sie gut genug um keine Probleme zu bereiten. Nur schade dass hier etwas an der Qualität gespart wurde.
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Von: admin am 26.07.2011
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