Seit den mehr als erfolgreichen Tests der Concept E Reihe des Berliner Lautsprecherherstellers Teufel wurde der Computermarkt in Sachen Soundsysteme kräftig aufgemischt. Die Berliner bieten bei moderaten Preisen mehr als potente Systeme, die ohne zusätzliches Zubehör an PC's und andere Geräte mit 6-Kanal Pre-Out angeschlossen werden können.
Lange mussten wir auf einen Nachfolger der 5.1-Serie warten, nun gibt es diesen in Form des Concept F. Dieses System zeichnet sich dadurch aus, dass einige Funktionen der E-Reihe stark verbessert werden konnten und das Design überarbeitet wurde. Außerdem soll sich dieses System zur Multimedia-Zentrale mausern, da gleich mehrere Geräte angeschlossen werden können. Wie sich dieses System schlagen kann und ob es neue Maßstäbe setzt, wird sich in unserem Test zeigen.
Concept F System
Kabelsatz CF 550 W "Standard"
Hochtöner / Satellit CF 55 FR
Center-Lautsprecher CF 55 C
Subwoofer mit Endstufe CF 550/6 SW
Die Lieferung des neuen Teufel Lautsprechersystems geschieht wie es von Teufel schon gewohnt ist in einer schlicht gehaltenen Papp-Kiste mit der Beschriftung, um welches System es sich denn handelt. Die 24 Kg Gesamtgewicht lassen den Postboten leicht transpirieren, immerhin sind 21 Kg Lautsprechersystem enthalten. Allein der Subwoofer mit Endstufe bringt 15 Kg auf die Waage. Der Schutz des Systems durch Styroporeinlagen ist umfangreich und verhindert jede Beschädigung des kostbaren Gutes.
Im Inneren findet man die in Plastikfolie abgepackten Teile des Concept F Systems: vier Satelliten, ein Center-Lautsprecher, der Subwoofer mit integrierter 6-Kanal Endstufe, eine Fernbedienung und eine Betriebsanleitung mit einem Blatt mit Informationen über das Teufel-Rückgaberecht. Dieses ermöglicht es dem Käufer, das System sogar nach einer 8-wöchigen Testphase nach telefonischer Absprache noch zurückzusenden und das bei vollständiger Erstattung des Kaufpreises und kostenlosem Versand!
Von Teufel mit versandt wurde der Concept F Kabelsatz CF 550 W "Standard", welches ein Set an Verbindungs- und Lautsprecherkabeln beinhaltet.
Das Concept F besteht als 5.1 Surroundsystem aus vier Satelliten- und einem Center-Lautsprecher die für hohe Töne und bei im Raum verteilter Aufstellung für den Surround-Sound sorgen, sowie über einen großen Tieftöner der für die starken und tiefen Bässe sorgt. Zwei Satellitenlautsprecher werden beim Anschluss an einen PC mit dem Center-Lautsprecher auf den Schreibtisch neben den Bildschirm gestellt, die anderen zwei finden hinten im Raum ihren Platz. So können bei Filmen und Spielen Gewehrschüsse und Splitter aus allen Ecken des Raumes auf den Zuhörer prallen.
Beide Hochtönerarten sind in den gleichen Anthrazit- und Titanfarben gehalten wie auch der Subwoofer. Diese Farbgebung soll die höchstmögliche optische Kompatibilität mit anderen Hifi-Geräten im Wohnzimmer gewährleisten, was mit den meisten Geräten auch funktioniert. Auch neuere PC-Komponenten gibt es mittlerweile in dieser Farbgebung, also ist auch am PC für das optische Wohl gesorgt.
Das Material ist ein Plastik, welches dann mit silberner, bzw. Titan-Farbe besprüht wurde. Im Vergleich zum Concept E kann diese Lösung als etwas kostengünstiger bezeichnet werden, die alte Version vermittelt einen etwas robusteren Eindruck, zumal diese auch über Metall-Gitter verfügen. Die Haptik der Lautsprecher ist gut, sie sind sehr massiv gefertigt, was vor allem auf die schweren Mitteltonlautsprecher zurückzuführen ist. Im Vergleich mit sonst erhältlichen Lautsprechern für Computer bietet Teufel hier weitaus griffigere Modelle, die bei höheren Pegeln nicht anfangen werden, störende Vibrationen aufzunehmen.
Die Frontabdeckung der Concept F Satelliten und des Centers sind aus Stoff und verdecken die Mittel- und Hochtöner in diesen Lautsprechern. Die Front ist flach und nicht wie in der Concept E Reihe gewölbt und außerdem blickdicht, da der Stoff eine neue Technologie aus dem Hause Teufel verdeckt: die mechanische Bandpass-Konzeption, diese wird weiter unten näher beschrieben.
Natürlich darf auf der Front auch das Teufellogo nicht fehlen, dieses ist aus Plastik mit einer dünnen Schicht schraffierten Metalls gefertigt und sitzt bombenfest an den Abdeckungen. Die obere Kante der Satellitenlautsprecher, bzw. die Seiten des Centerlautsprechers beschreiben eine kleine Wölbung, was das Aussehen der Lautsprecher unterstützt.
Zum Teil zu sehen sind kleinere Spalte rund um das Gehäuse, wo die beiden Hälften des Lautsprechers zusammengefügt wurden. Diese sind zu unserem Bedauern an manchen stellen nicht ganz optimal gefertigt und weisen zeitweise leicht unterschiedliche Spaltmaße auf, wie man auf den Bildern sehen kann. Der Soundqualität sollte dies jedoch keinen Abbruch tun.
Auf der Rückseite der Satellitenlautsprecher findet man einen Haken zum Aufhängen an einer Wand mit Hilfe eines Nagels, sowie ein Gewinde zur Befestigung an Lautsprecherständern, wie sie auch im Teufel Shop erhältlich sind. Der Center-Lautsprecher verfügt über diese Vorrichtungen nicht, da dieser auf dem Schreibtisch, vor oder auf dem Monitor, bzw. im Wohnzimmer auf oder unter dem Fernseher gestellt werden soll. Eine Aufstellung auf Ständern oder die Anbringung an der Wand sind hier nicht gefragt.
Neben den Wandhalterungen gibt es an den Satellitenlautsprechern und dem Centerlautsprecher im Querformat auch die Anschlussklemmen für die Lautsprecherkabel. Diese sind in der Qualität identisch mit dem Concept E System und lassen sich je nach eingesetztem Kabel einigermaßen einfach benutzen. Es kann jedoch schnell schwierig werden, wenn man die Klemmen nur schwer erreicht, weil z.B. das Kabel knapp bemessen ist und man so den Lautsprecher nicht umdrehen kann um das verdrillte Kabel einzuführen.
Die Unterseite der Lautsprecher ist mit vier gut rutschbeständigen Gumminoppen versehen, welche eine Verbesserung im Vergleich zum Concept E Magnum System darstellen, denn dort waren gar keine Füßchen beigelegt. Außerdem finden sich auf der Unterseite der Lautsprecher Typenschilder mit Technischen Daten und Service-Adressen sowie ein Aufkleber des Qualitäts-Checks.
Wir haben uns auch nicht nehmen lassen, ins Innere einer der Lautsprecher zu sehen. Zunächst wird die mit grauem Stoff bespannte Vorderseite abgenommen. Dies ist relativ leichtgängig möglich, man hebelt einfach die Plastikabdeckung ab und zieht die 4 Pins heraus. Dann lüftet sich das Geheimnis der neuen Teufel-Technologie: der Bandpassfilter auf mechanischer statt elektronischer Basis ersetzt den sonst im Lautsprecherbau quasi obligatorischen Frequenzweichen. So werden nicht nur Kosten eingespart, auch der Mitteltöner ist etwas mehr geschützt, denn so können auch Kinderhände nicht die Membran beschädigen. Dennoch ist der Schutz nicht so umfangreich wie bei den Vertretern der Concept E Reihe, denn diese verfügten noch über ein Metallgitter. Der Bandpassfilter deckt den Mitteltöner mit 80mm Durchmesser ab, damit einige Frequenzen abgefangen werden, welche schon von der Hochtonkalotte emittiert werden. So ist eine kostengünstige Alternative zur Frequenzweiche entstanden und dennoch konnte der Preis für das System niedrig gehalten werden. Auf der Rückseite der Frontabdeckung ist beim Satelliten eine zähe Masse angebracht, welche Vibrationen des Bandpassfilters vermeidet, Störgeräuschen wird so vorgebeugt.
Nun können wir die Tontreiber sehen, einen 80mm Mitteltonlautsprecher und eine 20mm Kalotte. Diese sind optisch ebenso wie akustisch von höchster Qualität. Die sechs Schrauben werden nun gelöst und präsentieren uns das Innere des Lautsprechers.
Hier wurden sehr dicke Kabel verwendet, die direkt an die Anschlussklemme an der Rückseite gelötet wurden. Lediglich der Hochtonkalotte wurde ein Elektrolyt-Kondensator spendiert. Im Hohlraum wurde ein Dämmmaterial verbaut, eine Frequenzweiche fehlt aufgrund der Bandpass-Technologie natürlich. Überrascht waren wir über die Gewichtsverteilung des Lautsprechers. Nicht das Gehäuse aus Plastik macht hier das Gewicht aus, sondern der riesige Ringmagnet an der Mitteltonmembran.
Was man auch im Innenraum sehen kann ist die Beschaffenheit des Plastiks: Unsere Vermutung, dass Standard Spritzplastik verwendet wurde, bewahrheitet sich. Die Farbe ist durch aufsprühen dazugekommen, statt sie vor dem Spritzen dem Plastik beizumengen. Rein haptisch ist das Plastik nicht so hochwertig wie beim Concept E, jedoch ist sie gut genug um keine Probleme zu bereiten. Nur schade dass hier etwas an der Qualität gespart wurde.
Der Subwoofer ist allein schon wegen der Größe und des Gewichtes (15 Kg) sehr imposant. Die Größe des Tiefenexperten kann mit einem Computer Midi-Tower verglichen werden, was unter einem Schreibtisch oder bei beengten Verhältnissen auch zu Problemen führen könnte. Größenzuwachs ist im Vergleich zum Concept E auf etwa 10% zu beziffern, was in Anbetracht der vergrößerten Membran und der weitaus umfangreicheren Elektronik ein gutes Ergebnis ist. Das Material des Subwoofers ist Holz und Plastik, die Titan/Anthrazit Farbgebung harmoniert genauso wie die Satelliten mit vielen HiFi-Geräten, weshalb dieses System auch im Wohnzimmer aufgestellt werden kann.
An der Front sieht man die Empfangs- und Anzeigeeinheit zur Steuerung der Verstärkerfunktionen. Die LED's leuchten bei entsprechender Aktivierung rot auf, allein die Power-LED ist bei ausgeschaltetem Verstärker rot, im Betrieb blau. Das anthrazitfarbene Element in der Mitte der Front ist aus Plastik gefertigt und beherbergt auch das wunderschön eingepasste Bassreflexrohr mit beidseitiger Trompetenöffnung. So werden Luftgeräusche bei starken Bässen minimiert, was wir in der Praxis auch bestätigen können. An der unteren Kante des Subwoofers findet sich wieder ein Teufel Logo, was das Antlitz der Front gut abschließt.
Aber nicht alles was wir an der Front finden konnten, gefiel uns auf Anhieb. Am Übergang zwischen Plastik und Holz ist ein nicht allzu kleiner Spalt zu sehen, in welchem sich sehr schnell Staub und Dreck sammeln kann. Da sich dieser Spalt nach Innen verjüngt, ist ein Säubern auch nur zu einem gewissen Maße möglich. Besser abschließende Elemente hätten uns auf jeden Fall besser gefallen.
Richtet man nun den Blick auf die Rückseite, können die Anschlussoptionen bestaunt werden. Zunächst fällt aber der riesige Kühlkörper auf, dieser ist locker drei Mal so groß wie beim Concept E. Dies weist auf die stark gesteigerte Leistung der Endstufe hin, die hohe Pegel und somit das Erzittern der Wand des Nachbars erst möglich macht.
Die Versorgung mit 230V Wechselstrom ist durch ein fest integriertes, 2,5 Meter langes Kabel mit Euro-Stecker realisiert, eine Änderung gegenüber früheren Systemen. Einerseits hat das den Vorteil, dass der Stecker viel einfacher als Schuko-Stecker einzusetzen ist und das Kabel wegen des geringeren Querschnitts einfach zu verlegen ist. Jedoch kann bei Defekt des Leiters nur mit Öffnung des Subwoofers ein Ersatz eingebaut werden, hier hätte man auch ein Kabel mit abstöpselbarer Verbindung am Chassis einsetzen können. Der Übergang des Kabels in den Subwoofer ist jedoch ordentlich ausgeführt, ein Abscheuern und Abreißen ist ausgeschlossen. Auch fehlt hier eine Sicherung, die bei Bedarf ersetzt werden könnte, diese war noch bei anderen Systemen zu finden. Man kann aber davon ausgehen, dass eine sich selbst wiederherstellende Sicherung eingebaut ist. Der Netzschalter ist sehr gut eingebaut und lässt sich sehr leichtgängig betätigen.
Links unter dem Kühlkörper sind Warnhinweise zu sehen; das Gerät soll nicht Feuchtigkeit ausgesetzt werden und ein "QC-Pass" weist auf vorhandenes Qualitätsmanagement in der Produktion von Teufel Lautsprechern hin.
Auf der rechten Seite des Hinterteils befinden sich die Anschlüsse für die Lautsprecherkabel, dieselben Klemmen wie sie auch an den Satellitenlautsprechern genutzt werden. Gleich darüber finden sich auch die Anschlussfelder für die Eingänge des Concept F, diese gab es in den Vorgängersystemen bisher nicht in der Anzahl, wie sie hier zu finden sind. Bei den Concept E, E Magnum und beim Concept G gab es bisher immer nur einen Eingang, ein Anschlussfeld mit sechs Cinch-Eingängen. Diese mussten mit einer 6-Kanal Soundkarte oder einem DVD-Player mit 6-Kanal Pre-Out befeuert werden. Auch ein alleiniger Anschluss der Fronteingänge, also dem Betrieb in Stereo ist hier möglich, jedoch gab es in dieser Anschlusstechnik immer wieder Irrungen und Wirrungen.
Das Concept F räumt hier kräftig auf: es gibt gleich drei verschiedene Anschlussarten, die auch noch parallel verwendet werden können, zwischen welchen auch noch per Fernbedienung entschieden wird. So können ein PC mit Stereo-Ausgabe (z.B. Laptop), ein DVD Spieler mit 6-Kanal Pre-Out oder eine PC-Soundkarte sowie eine Audioquelle mit Stereo-Cinch. Wie diese Eingänge im Einzelnen angesprochen und bedient werden, wird weiter unten beschrieben.
Nun können wir uns die Unterseite des Subwoofers ansehen, hier ist der 250mm große Basstreiber gut zu betrachten. Das sehr gut gearbeitete Tontreiberchassis ist aus einer Cellulose-Membran gefertigt und verheißt kräftige Bassstöße. Die starke Gummilippe am Rand des Chassis macht große Amplituden möglich und somit auch hohe Musikpegel mit kräftigem Hub. Die Oberflächenbeschaffenheit ist sehr glatt und luftdicht, so werden die durch den Treibermagneten hervorgerufenen Schwingungssignale mit hoher Effizienz auf die Luft in Form von mechanischen Schwingungen übertragen.
Die Konstruktion des Subwoofers in "Downfire"-Form erlaubt es, einiges der Energie des Basses auch in Körperschall umzuwandeln. Körperschall wird, anders als normaler Schall nicht über Luft übertragen, sondern durch feste Gegenstände. So können dann auch der Glasschrank im Wohnzimmer und das Zwerchfell des Nachbarn mitschwingen. Doch das Wichtigste in dieser Bauform ist es, dass der Tieftöner vom Boden so stark wie möglich mechanisch entkoppelt ist.
Gleich neben dem mächtigen Basstreiber finden wir die Stützen des 15Kg schweren Zentrums des Concept F. Mit Spikes kann das Gehäuse gut entkoppelt werden, mit Metallspitzen sogar noch besser, da sich diese auf lange Sicht nicht so stark abnutzen als wenn sie nur aus Plastik sind. Bei den Spikes des Concept F hat man sogar noch die Möglichkeit, diese durch etwas daran schrauben auszufahren oder wieder kürzer zu machen. Dadurch kann ein kippel-fester Stand gewährleistet werden. Auf den Bildern kann man die beiden verschiedenen Maximalpositionen der Spikes sehen.
An der Endstufe hat sich seit dem Concept E Magnum am meisten getan. Die 6-Kanal Endstufe kann wie beim Concept E Magnum per Fernbedienung eingestellt werden, jedoch finden sich hier weitaus mehr Funktionen und Möglichkeiten als vorher.
An der Front des Subwoofers findet sich die Anzeige, welche mit roten LED's die Einstellung der Pegel und anderer Features veranschaulicht. Durch die mitgelieferte Fernbedienung "CF 550 RC" können sämtliche Einstellungen vorgenommen werden. Ohne Fernbedienung können auch am Subwoofer durch kleine Drucktaster die Justagen vorgenommen werden, jedoch bieten diese nicht die Umschaltung zwischen 2.1 und 5.1, außerdem gibt es keinen Resetknopf und Ein-/Ausschalter.
An der Rückseite des Subwoofers finden wir den riesigen Kühlkörper aus Metall, welcher die erwärmten Verstärkerkomponenten mit 450Watt Gesamtleistung auf Zimmertemperatur bringt.
Die Ein- und Ausgänge der Endstufe findet man ebenfalls an der Rückseite des Subwoofers, auf welche wir nun näher eingehen möchten.
Die Ausgänge sind ebenso wie bei den sonst üblichen Computer-Systemen von Teufel Lautsprecheranschlussklemmen, wie sie ebenfalls an den kleinen Satellitenlautsprechern zu finden sind. Die maximale Kabeldicke beträgt 2,5mm², die im von Teufel vorgeschlagenen Anschlussset enthaltenen Lautsprecherkabel bringen 0,75mm² mit sich. Die Klemmen sind an der Endstufe und an den Lautsprechern rot und schwarz markiert, damit einer Verpolung vorgebeugt wird. Sind die Lautsprecher falsch gepolt, macht sich das durch sehr dünnen und deplazierten Sound bemerkbar, eine eindeutige Ortung von Signalen ist nicht mehr möglich. Entgegengesetzt der weit verbreiteten Meinung von Konsumenten, nehmen die Lautsprecher dadurch keinen bleibenden Schaden, es hört sich einfach nur schlecht an. Gefährlich ist hingegen ein Kurzschluss der beiden Pole, die Endstufe könnte hier sehr schnell stark beschädigt werden.
Gleich über den Anschlussklemmen finden wir die Eingänge für die Endstufe, hier werden die Klangquellen angeschlossen. Und genau das ist so besonders an diesem System: es können gleich drei Klangquellen angeschlossen werden.
Da das Concept F ein Surroundsystem ist, darf natürlich ein 6-Kanal Soundeingang nicht fehlen. Dieser ist in genau der gleichen Form hier eingebaut wie auch bei allen anderen Teufel Lautsprechersystemen für den PC: Durch die sechs Cincheingänge für die beiden Front und Rear, sowie den Center und Subwoofer wird jeder Lautsprecher einzeln angesteuert. Dieser Anschluss eignet sich für Soundkarten mit entsprechenden Anschlüssen am besten, aber auch DVD Spieler mit 6-Kanal Pre-Out können hier angeschlossen werden, diese sind jedoch viel zu selten. Eine Liste mit unterstützten Spielern kann man bei Teufel finden. Bei früheren Systemen gab es hier auch eine "Up-Mix" Funktion, wenn nur die Fronteingänge belegt waren. So wurden trotz eines Stereo-Signals auch die hinteren Lautsprecher, der Subwoofer und der Centerlautsprecher angesprochen. Bei diesem 6-Kanal Eingang gibt es diese Funktion leider nicht mehr, wenn nur Stereo angeschlossen wird, kommt auch nur an den beiden Frontlautsprechern Ton heraus. Die Up-Mix Funktion gibt es beim Concept F dennoch, hierfür sind die beiden anderen Soundeingänge zuständig.
Diese sind in folgender Form vorhanden: Es gibt einen Stereo-Cinch Eingang ("AUX") und ein PC Eingang per Klinke ("PC"). Beide sind Anschlüsse für Stereo-Audioquellen, welche dann auf alle Lautsprecher verteilt werden, dies wird von Teufel als "Up-Mix" betitelt.
Nicht nur gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Anschluss von Geräten, diese können auch parallel angeschlossen werden. Denn sowohl mit der Fernbedienung als auch am Subwoofer selbst kann zwischen den verschiedenen Quellen hin- und hergeschaltet werden. So wird das System im Wohnzimmer mit bis zu 20 bzw. 25m² zum Alleskönner: Der DVD Player, der HTPC und ein MP3-Player können zeitgleich angeschlossen werden und mit einem Knopfdruck ist zwischen den vielen Quellen umgeschaltet. Ein Digitalreceiver ist für solch eine Konfiguration obsolet geworden, da die Endstufe und der Source-Umschalter im Concept E Vereint sind. Aber auch der Betrieb als PC-Lautsprecherset ist möglich, wenn auch dies ein etwas luxuriöses System wäre.
Doch es kommt auch einmal vor, dass man eine gute Platte auflegen möchte und den Genuss nicht im "Up-Mix" Modus schmälern möchte - dafür gibt es die 5.1/2.1 Umschaltung. Mit je einem Knopfdruck kann zwischen den beiden Modi umgeschaltet werden. Das ".1" bedeutet, dass der Subwoofer dennoch weiterwerkelt, je nach dem dann in Kombination mit allen 5 Satellitenlautsprechern oder nur mit den beiden vorne. Was uns jedoch nicht gefiel: Wenn der 2.1-Modus aktiviert wird, sind die Rear- und der Center-Lautsprecher deaktiviert, der Subwoofer spielt jedoch mit unveränderte Lautstärke weiter. So muss man diesen manuell leiser drehen, was nicht schwierig, wohl aber nervig ist.
Was uns außerdem nicht so sehr gefallen hat, sind die Up-Mix Fähigkeiten des Systems. Eigentlich sollte es möglich sein, bei Anschluss einer Stereo-Quelle am AUX- und PC-Anschluss auch adäquate Töne aus den rückwärtigen Lautsprechern zu vernehmen. Dies ist auch der Fall, jedoch erst dann wenn die hinteren Satelliten per Fernbedienung auf volle Leistung gestellt wurden. Zusätzlich ist die Soundqualität in diesem Modus mehr als schlecht, es ist immer noch nicht laut genug und ein starkes Hintergrundrauschen stört den Höreindruck. Beim AUX-Eingang ist dieses Hintergrundrauschen sogar noch stärker zu vernehmen als beim PC Anschluss. Ein leistungsfähiger Up-Mix sieht in unseren Augen klar anders aus. Erschwerend kommt hinzu, dass dies die einzige Möglichkeit ist, die beiden Stereo-Anschlüsse auf allen Lautsprechern spielen zu lassen. Wird der 2.1 Modus aktiviert, spielen diese Lautsprecher gar nicht mehr. Dass es auch anders geht, zeigt Teufel gleich beim selben System: Der Center Lautsprecher ist nicht von diesem Problem betroffen.
Einen weiteren großen Unterschied zur Bedienung des Concept E Magnum hat Teufel im Concept F mit dem Tone-Control integriert. Dieses ist - genauso wie Stummschaltung, Power und 2.1/5.1 Umschaltung nicht direkt am Subwoofer zugänglich und nur per Fernbedienung einstellbar. Tone-Control ermöglicht es dem Besitzer, die Höhen (Treble) und Tiefen (Bass) zu verstärken oder abzuschwächen. So ist eine bessere Anpassung auf die Begebenheiten und Hörgewohnheiten des Raumes und des Zuhörers möglich. Bei der Anpassung von Treble oder Bass wird die LED "Tone" am Subwoofer aktiv, so kann man sehen dass gerade diese Option geändert wird.
Was uns jedoch nicht gefallen hat, ist die Regelung zur Ein- und Ausschaltung des Systems: Während es noch bei anderen Systemen möglich war, einen Schiebeschalter auf ON, AUTO oder OFF zu stellen, fehlt diese Funktion beim Concept F. Natürlich kann man den Verstärker per Fernbedienung ausschalten, aber am Subwoofer ist das nur durch Netzschalter möglich. Beim Ausschalten per Fernbedienung geht das System nur auf Stand-By, eine rote LED bleibt weiterhin aktiv, welche im Betrieb nach Blau wechselt. Während dies noch akzeptabel ist, gibt es keine AUTO Funktion, welche den Subwoofer und damit die Strom fressende Endstufe bei Nichtgebrauch automatisch (deshalb auch der Name AUTO) abschaltet. Dadurch muss man immer daran denken, das System abzuschalten, sonst verbraucht es munter immer weiter Strom und leert den Geldbeutel. Schade, wie wir finden, denn mit der Autofunktion konnte man immer sehr angenehm arbeiten.
Verbessert wurde jedoch etwas Entscheidendes: Die Pegeleinstellungen werden endlich auch nach dem Trennen der Stromzufuhr weiterhin gespeichert.
Die Fernbedienung des Concept F ist sehr umfangreich gestaltet und dennoch sehr flach gehalten. An den Seiten ist die Fernbedienung geriffelt und bietet so sicheren Halt in der Hand. Auch ist für den Betrieb eine Knopfzellenbatterie im Lieferumfang enthalten, für die Inbetriebnahme ist also alles vorhanden.
Das Reaktionsvermögen auf die Befehle der Fernbedienung ist einigermaßen gut, es muss jedoch eine direkte Sichtverbindung geben, sonst kommen die Signale nicht an. Besteht ein guter Empfang, so reagiert die Subwooferelektrik prompt und bei längerem Drücken einer Taste wird diese in schneller Reihenfolge oft gedrückt.
Schade ist, dass sich die Knöpfe aus Gummi auch einmal in Ihrer gedrückten Position verfangen und so ein ständiges Drücken verursachen. Zu Schreckmomenten kann es kommen, wenn dies (wie meist) unbemerkt beim Erhöhen der Lautstärke geschieht.
Die Beschriftung der einzelnen Tasten wurde mit der bei Fernbedienungen üblichen Art realisiert, eine Abriebfestigkeit kann zu einem gewissen Grad vorausgesetzt werden.
Das Layout der "CF 550 RC" ist klar gegliedert, es gibt vier Bereiche zur Anpassung von Funktionen des Concept F.
Im oberen silbernen Teil gibt es direkt eines der wichtigsten Bedienelemente: den Power-, oder wie es auch auf der Fernbedienung steht "ON"-Knopf. Wie im vorigen Kapitel beschrieben wurde, ist dies einer der am meisten genutzten Knöpfe. Rechts daneben gibt es gleich neben dem obligatorischen Teufel-Enblem den Reset-Trigger, welcher das System in den Auslieferungszustand zurücksetzt. Dies ist hin und wieder einmal nötig, wenn zu viele Einstellungen vorgenommen wurden die das Klangbild des Systems dann doch zu stark zum Schlechten hin verändert haben. Das ist erforderlich, da es nicht ersichtlich ist, welcher Pegel für jeden Kanal eingestellt ist, oder z.B. wie weit schon das Treble erhöht wurde. Ersichtlich ist nur, wann genau der Maximal-, bzw. Minimalwert erreicht wurde, da in diesem Moment die entsprechende LED am Subwoofer nicht mehr blinkt sondern permanent leuchtet. Der Standard- bzw. Mittelwert wird nicht visualisiert. Wenn also eine Funktion zu stark verstellt ist, genügt ein Druck auf "Reset" und schon ist alles im Auslieferungsstatus.
In der zweiten Reihe gesellen sich die einzelnen Knöpfe zum Umschalten der Audioquellen dazu. Hier gibt es auch für jede Quelle einen eigenen und keinen generellen "nächste Quelle"-Knopf, was die Übersichtlichkeit erheblich steigert. Auch für alle anderen Optionen gibt es je einen einzelnen Knopf.
Im unteren Teil des silbernen Bereichs treffen wir nun die Einstellungsknöpfe für die Satellitenpegel an. Links und rechts sind die Lautstärkeregler für die Sourroundboxen, in der Mitte wird der Pegel des Centers geregelt. Die Lautstärke der Frontlautsprecher kann leider nicht geregelt werden, so kommt es auch, dass bei der Up-Mix Funktion ein nicht ausreichender Pegel für die rückwärtigen Lautsprecher erzielt wird.
In der Mitte der Fernbedienung treffen wir manche der wichtigsten Regler an. Gleich im Zentrum und mit dem Daumen am Besten zu erreichen ist der Mute-Knopf, dieser lässt den Klangboliden erstummen. Anders als beim Concept E Magnum stellt sich das System hier komplett stumm, beim kleinen Bruder konnte man noch sehr sanfte Töne aus dem Subwoofer vernehmen, damit man nicht vergisst, dass das System nur stumm geschaltet und nicht deaktiviert war. Rechts und links gesellen sich die Balance-Regler hinzu, so kann man kleine Ungenauigkeiten beim Aufstellen des Systems ausmerzen, denn die Balance zwischen Rechts und Links kann angepasst werden. Oben und unten sind die wohl wichtigsten Regler der Fernbedienung, die Lautstärkeanpassung. Diese reagiert sehr angenehm und lässt so wie auch alle anderen Knöpfe ein langes Drücken und so ein wiederholtes Ausführen des Befehls zu. Die Geschwindigkeit der Lautstärke Zu- und Abnahme ist angemessen und entspricht auch der intuitiven Erfahrung des Anwenders. Ebenfalls in der Mitte der Fernbedienung gesellen sich die Druckknöpfe zur Anpassung von Treble und Bass. Diesen wurde jeweils einer zur Erhöhung und Verringerung spendiert, ein Scrollen durch Menüs ist nicht nötig.
Am unteren Ende der Fernbedienung sind nur noch selten genutzte Bereiche zu finden. Neben dem Umschalten zwischen 2.1 und 5.1-Betrieb kann hier noch der Pegel des Subwoofer geändert werden. Je nach Betriebsart und Anwendungsgebiet muss dieser hin und wieder einmal angepasst werden, was jedoch hauptsächlich vom Geschmack des Nutzers abhängt.
Was uns sehr positiv aufgefallen ist und was hier noch einmal hervorgehoben werden sollte, ist das stromlose Speichern der Pegeleinstellungen. Will man das Lautsprechersystem an einer Master/Slave Steckdosenleiste anschließen um Strom zu sparen, gibt es nun keine Probleme mehr mit den Einstellungen, da diese beibehalten werden.
Leider ist dem Concept F in der Basisversion kein Kabelsatz beigelegt. Für 20EUR bietet Teufel jedoch einen kompletten Satz mit geeigneten Kabeln zum Anschluss des Systems an jede unterstützte Audioquelle und der Lautsprecher an. Im Paket enthalten sind:
Mit dem Stereoklinkekabel lassen sich MP3-Player und Computer mit Stereoausgang (Laptops) an das Concept F anschließen. Mit der Up-Mix Funktion werden dann alle Lautsprecher des Systems angesprochen, obwohl nur ein Stereosignal anliegt. Hier gibt es jedoch einige Einschränkungen, die im Kapitel "Endstufe" weiter oben beschrieben werden. Die Stereo-Cinchkabel erlauben es, einen DVD Spieler mit integirertem 6-Kanal Pre-Out oder auch die "Decoderstation 3" von Teufel anzuschließen. Eines dieser Stereo-Cinchkabel kann man auch nutzen, um eine Stereoquelle anzuschließen, die über Cinchausgänge verfügt. Aber auch Quellen mit Klinkeausgang kann man hier anschließen: Vor allem Soundkarten in Computern mit Surroundfunktionen werden hier unterstützt, da Klinke-Cinch Weichen beigepackt sind. Diese werden am PC eingesteckt und an der Weiche werden dann die Stereo-Cinchkabel angeschlossen um diese am Anschlussfeld "DVD" des Concept F anzuschließen. So ist echter Surround Sound mit dem Concept F über einen PC möglich.
Besonderes Augenmerk möchten wir an dieser Stelle jedoch auf das mitgelieferte 0,75mm² Kabel richten. Schon im Review des Concept E Magnum (LINK) wiesen wir darauf hin, dass etwas dickere Kabel verwendet werden sollten. Die dem "CEM" beiliegenden Kabel hatten auch einen Querschnitt von 0,75mm², was jedoch im Vergleich mit den dem CF 550 W "Standard" beiliegenden einen deutlich hochwertigeren Eindruck macht. Die einzelnen Adern des älteren Kabels (im Foto schwarz) sind zwar nicht zahlenmäßig überlegen, jedoch sind diese weitaus dicker als die im Kabelset (hier rot). Das kann nicht nur Auswirkungen auf die Soundqualität haben, auch das Umgehen mit den Kabeln ist bei dickeren Adern anwendungsfreundlicher, da das Abisolieren so nicht sofort zu getrennten Adern führt. Auch müssen die Kabel nicht laufend neu abisoliert werden wenn man mal die Konfiguration ändert, da es doch schon einige Strapazen bedeutet, wenn man das Kabel in die Kabelklemmen des Systems einführt und wieder abzieht. Bei solch dünnen Adern gehen da auch mal einige Flöten. Kurios finden wir jedoch auch, dass Teufel beide im Foto zu sehende Kabel (schwarz und rot) als 0,75mm² Kabel verkauft, obwohl diese offensichtlich nicht dieselben sind. Zwar mag die Aderanzahl ähnlich sein, aber das ältere (schwarze) Kabel ist weitaus dicker.
Im direkten Vergleich sehen wir ein 4,0 mm² Lautsprecherkabel aus dem Elektronikfachhandel für 2,39 EUR/Meter. Diese Dicke ist das Maximum was in den Anschlussklemmen aufgenommen werden kann und dickere Kabel machen hier auch wenig Sinn. Dennoch würden wir dazu raten, etwas dickere Kabel als 0,75mm² zu erstehen, da man sonst nur Ärger mit solchen Litzen hat.
Kommt man zum Aufstellen des Systems, wird schnell klar, dass sich Teufel in Sachen PC-Systeme stark weiterentwickelt hat. Während die Concept E Systeme für den Anschluss an Multimediageräte konzipiert waren und so auch die Aufstellung der Satelliten auf Schaubildern stets fürs Wohnzimmer gedacht waren, gibt es in der Bedienungsanleitung gleich zwei Schaubilder. Desweiteren ist jeder Schritt klar und deutlich in der Bedienungsanleitung beschrieben, beinahe alle Eventualitäten werden hier geklärt.
Zunächst wollen wir die Aufstellung des Systems am PC erläutern. Teufel weist in der Bedienungsanleitung zunächst auf manche Dinge hin: Die beschriebene Aufstellung sei die optimale Lösung, jedoch solle das System nicht nur akustisch die optimale Position einnehmen. Auch der Partner und die optische Ausrichtung sollen nicht zu kurz kommen.
Bei der Aufstellung des Systems am PC ist die Positionierung des Centerlautsprechers am aufwendigsten, da dieser nicht die Sicht auf den Monitor blockieren soll, trotzdem aber einen größtmöglichen Soundgenuss gewährleisten muss. Wir haben den Lautsprecher stets vor oder auf dem Monitor platziert, was jedoch bei TFT Bildschirmen nicht mehr immer möglich ist. Hier kann man auch den Center hinter dem Flachbildschirm aufstellen und die Membran gen Wand ausrichten. So wird der Schall reflektiert und verleiht dem Sound auch mehr Tiefe. Ansonsten wäre hier je nach Begebenheiten ein Experimentieren mit verschiedenen Aufstellungen angesagt. Die vorderen Seitenlautsprecher sollten Rechts und Links vom Monitor in gleichem Abstand aufgestellt werden und auch in Richtung des Zuhörers strahlen. Auf dem Bild ist dies durch den grauen Bereich gekennzeichnet. Wir haben gute Erfahrungen gemacht, wenn wir die seitlichen Lautsprecher so weit vom Hörer entfernt platziert haben, wie möglich. Dann kann man den akzeptablen Raum zum Hören auch erweitern und ein zweiter Zuhörer muss in dieser Hinsicht keine großen Abstriche machen. Die rückwärtigen Lautsprecher sollten hinter dem Anwender stehen, jedoch nicht allzu weit, da wir wie oben schon beschrieben einige Probleme mit der Lautstärke der hinteren Boxen bei der Up-Mix Funktion hatten. Die optimale Höhe der Montage ist laut Teufel Lautsprecher 0,8 bis 1,6 Meter. Muss der Lautsprecher etwas unter oder über diesem Bereich positioniert werden, macht es Sinn, diesen so anzuwinkeln dass er dem Zuhörer direkt ins Gesicht (bzw. in die Ohren) strahlt. Eine Montage unterhalb der Ebene auf der sich die vorderen Lautsprecher befinden ist nicht zu empfehlen.
Der Subwoofer ist eine Klasse für sich. Seine Positionierung ist nicht nur hinsichtlich des Sounds interessant, sondern auch wegen der Kabel. Je weiter der Subwoofer von den Lautsprechern entfernt ist, desto länger müssen die Kabel sein. Besonders gilt dies für die vorderen Lautsprecher, da hier sogar drei Stück stehen. Deshalb ist in unseren Augen die optimale Position direkt unter dem Centerlautsprecher. Hier kann es jedoch vorkommen, dass das System den Freiraum unter dem Schreibtisch einschränkt. Dennoch liegen die Vorteile auf der Hand: Die vielen Kabel können hinter dem PC versteckt werden, die Strecken zwischen PC und Soundsystem sind auch kürzer als bei anderen Positionen. Wie Teufel auch eingangs beschrieben hat, muss man auch hier Kompromisse eingehen und die für sich persönlich optimale Konfiguration ausprobieren.
Die Aufstellung des Systems in einem Heimkino ist hier etwas anders. Der Anwender sitzt sehr viel weiter vom Bildschirm entfernt und somit nimmt der Abstand zu den vorderen Lautsprechern zu, bei den hinteren verringert sich der Abstand. Deshalb ist nun die Positionierung der hinteren Lautsprecher weitaus wichtiger geworden.
Teufel erleichtert uns die Qual der Wahl mit mehreren Alternativen zur Aufstellung der Surroundboxen. In einem Wohnzimmer bestimmt jedoch meistens das gegebene Mobiliar und die Einrichtung des Zimmers die Aufstellung. Die kleine Baugröße der Boxen hilft jedoch, dieses Problem zumindest teilweise zu beheben.
In der Zeichnung sind Die Aufstellungsmöglichkeiten A-C zu erkennen, welche wir hier weiter erklären werden.
Die optimale Position ist in A zu finden, jedoch müssen die Lautsprecher in dieser Position einen Mindestabstand von einem Meter einhalten. Ist dies aufgrund verschiedener Begebenheiten nicht möglich, empfiehlt Teufel die Ausrichtung zu ändern und die Lautsprecher vom Hörplatz weg, in Richtung der Wand zu ändern. Alternativ kann der Abstand auch durch eine höhere Montage oder Änderung der Position erlangt werden.
Eine andere Geschichte ist jedoch die akustisch optimale Position der vorderen Boxen und des Subwoofers, zumal die Anpassung der Phase beim Concept F nicht mehr gegeben ist. Läuft es schlecht, können stark dröhnende Bässe auftreten, die das Soundbild stark stören.
Deshalb gibt es eine sehr schlaue Lösung von Dolby, diesem Problem entgegenzutreten.
Man stellt den Subwoofer am Hörplatz auf und geht am gewünschten Aufstellungsort ein paar Schritte umher. Die Lautstärke wird dann je nach Standort zu- oder abnehmen. Der Subwoofer sollte dort aufgestellt werden, wo der Bass eine ausgewogene Lautstärke erreicht.
Leichter verläuft die Bestimmung wenn man sich etwas mit Raumakustik beschäftigt. Die Lautstärke unterscheidet sich deshalb so stark im Raum, weil sich der Schall wie eine Welle ausbreitet; trifft er auf ein Hindernis wird er reflektiert und läuft zurück. Bei bestimmten Frequenzen und bestimmten Raumverhältnissen kommt es vor, dass sich die reflektierten Wellen überlagern und so eine "stehende Welle" erzeugen. Bemerkbar macht sich dies, wenn man durch den Raum läuft und bestimmte Frequenzen immer wieder stärker und schwächer werden. Besonders wenn man in einer Raumecke und vor allem mit einem schrägen Dach steht, kann dieser Effekt auftreten und die Wucht des Basses multipliziert sich merklich.
Eine stehende Welle entsteht, wenn der Raum genauso lang ist wie die halbe, bzw. das vielfacher einer halben Welle. Um auf die Frequenz zu kommen in der sich die Welle überlagert, muss man die Schallgeschwindigkeit von 344 Meter pro Sekunde durch die doppelte Länge des Raumes teilen. Nimmt man also z.B. einen Raum von 5 Metern Länge (344 : 10 = 34,4) entsteht die stehende Welle bei 34 Hertz genau in der Raummitte. Weitere bei 69 Hertz (34,4 * 2) und die nächste bei 103 (34,4 * 3).
Entscheidend ist also, dass sich der Aufstellungsort der Lautsprecher und die Sitzposition außerhalb dieser Überlagerungen befinden. Eine solche Situation lässt sich aber (fast) nie realisieren. Dies liegt allein schon an der Architektur der meisten Räume (Dachschrägen etc.). Hier bleibt uns nur, darauf hinzuweisen dass eine optimale Aufstellung nicht nur die Akustik, sondern auch die Optik und den Lebenspartner berücksichtigen sollte.
Wenn man das Concept F an einen Computer anschließen, und die vollen Surroundfähigkeiten von Filmen und Spielen ausnutzen will, muss die Soundkarte einen 6-Kanal Ausgang besitzen. Dieser ist bei Onboardsoundkarten nicht immer vorhanden, bei Laptops kann man diesen (beinahe) immer nur über externe Soundkarten erhalten. Der Surroundausgang wird durch drei Klinkebuchsen und den beim Kabelset beigelegten Y-Weichen und den Cinchkabeln mit dem Concept F verbunden. Doch mit dem Anschließen ist es mit dem Surroundsound nicht getan, auch die Software der Soundkarte muss angepasst werden.
Natürlich gibt es eine sehr große Fülle an verschiedenen PCI Karten, die einen Sechskanal Ausgang besitzen und somit auch am Concept F angeschlossen werden können. Als Beispiel führen wir hier eine schon recht betagte Audigy II an, meistens wird man auf neuere Karten stoßen und somit auch neuerer Software. Aber an den Einstellungen wird sich nicht viel bis gar nichts geändert haben.
Als allererstes muss die Ausgabe auf "5.1" umgestellt werden und der Ausgabemodus auf Analog, das heißt bei "Nur Digitale Ausgabe" muss der Haken deaktiviert sein.
Als nächstes müssen die Einstellungen für den Subwoofer angepasst werden.
Hier kommt es sehr schwer zum Tragen, dass man beim Concept F weder die Cross-Over Frequenz noch die Phase einstellen kann. Eine optimale Cross-Over Frequenz in der Software muss man hauptsächlich erhören, da dies je nach Nutzer ein anderer Eindruck sein kann. Auch die Beschaffenheit des Raumes kann nicht außer Acht gelassen werden. In der Teufel Bedienungsanleitung ist eine Frequenz von 120Hz zu erkennen, womit wir auch unsere Höreindrücke gewonnen und als gut befunden haben.
Die Lautstärke des Subwoofers sollte auf die Maximal gestellt werden, da man so das volle Potenzial des Tieftöners ausspielen kann. Ist er zu laut, kann man ihn immer noch mit der Fernbedienung herunterregeln. Wenn er jedoch zu leise spielt und der Pegel per Subwoofer-Einstellungen am System schon auf Maximal steht, muss man wieder an die Software ran was immer sehr nervig ist.
Als nächstes empfehlen wir, dass in den EAX Konsolen das "CMSS 3D" in der Version 2 aktiviert wird, so können höhere Pegel an den rückwärtigen Lautsprechern erzielt werden und diese auch weiter vom Nutzer entfernt stehen als die Frontlautsprecher.
Schlussendlich muss jedoch nach erfolgter Anpassung im Softwarebereich natürlich auch mit dem Ohr hingehört werden. Per Fernbedienung oder direkt am Subwoofer lassen sich die letzten Einstellungen vornehmen und dem Soundgenuss sollte nichts mehr im Wege stehen.
Die imposante Größe des Concept F Basstreibers machte uns vor dem Hörtest natürlich sehr gespannt auf dessen Leistung. Vor allem jedoch interessierte uns, wie sich der mechanische Bandpass der Boxen auf den Ton auswirkt. Als direkten Vergleichspartner hatten wir ein Concept E auf dem Tisch stehen, welches unser Magazin schon einmal getestet hatte.
Natürlich verfügen wir nicht über ein Testlabor mit genauen Messinstrumenten zur Pegelfestigkeit und Frequenzgang, jedoch besitzen wir das, was eigentlich alle Nutzer haben: zwei audiophile Ohren. Denn kein Wohnraum ähnelt auch nur im Anflug den perfekten Bedingungen im Labor.
Um das System dennoch anwendungsbezogen testen zu können, kamen verschiedene DVD's und Test-Stücke zum Einsatz.
Hier eine kurze Liste der eingesetzten Medien:
Spielfilm-DVDs:
Test-Tracks:
Trotz der eher mäßigen Verarbeitung waren wir doch von der Soundqualität überrascht. Im Vergleich zu älteren Systemen konnte der Tonumfang entscheidend ausgeweitet werden, was nicht zuletzt durch die etwas größeren Mitteltöner und das mächtige Basschassis erzielt wird.
Vor allem der mit zwei Mitteltönern ausgestattete Centerlautsprecher kann die Tonqualität bei Kinofilmen stark verbessern, vor allem da die Stimmen immer aus dieser Box tönen. In kleinen Systemen kann hier sehr schnell das Volumen bei tieferen Stimmen wie den fiesen Aliens im fünften Element fehlen, oder der Subwoofer muss in so hohe Tongefilde aufsteigen, dass er sehr schnell und störend ortbar wird. Das Concept F kann hier recht gut mitspielen und ermöglicht einen störfreien Hörgenuss auch bei umherfliegenden Gewehrkugeln und schwebenden Autos.
Dank des Downfire-Prinzips kann der mächtige Tieftöner die Bassstöße auf die Luft und das Mauerwerk übertragen, bei entsprechenden Pegeln kann dann auch mal der Nachbar klingeln. Die Dynamik des Systems ist atemberaubend und für jedes gängige Wohn- oder Arbeitszimmer sehr viel mehr als ausreichend. Selbst in Testtracks mit Bassstößen hinunter bis 10 Hertz ist noch eine merkliche Vibration jenseits des hörbaren Bereichs zu vernehmen. Egal ob Titan A.E. oder die berüchtigten THX Bass Songs, der Tieftöner des Concept F spielt imposant auf und lässt Haare, Hose und den Glasschrank erzittern.
Aber nicht nur der Subwoofer spielt hier gut auf, sondern auch die Satelliten lassen ein ausgewogenes und pegelfestes Klangbild zu. Obwohl das verwendete Plastik in haptischer Hinsicht eher suboptimal daher kommt, können die Mittel- und Hochtöner jeden Song klar darstellen, ohne ein Knarzen oder hörbare Vibrationen wegen mangelnder Verarbeitungsqualität von sich zu geben.
Die mechanischen Bandpassfilter tun ihr übriges und machen das Gesamtklangbild ausgewogen und das System trotzdem preisgünstig.
Die Bedienung des Systems war stets sehr komfortabel, nur der Empfangsradius könnte zeitweilen etwas größer, bzw. die Diode in der Fernbedienung etwas leistungsstärker sein. An Lautstärkereserven fehlt es diesem System nie, bevor es an seine Grenzen stößt, klopft der Nachbar an oder der Partner mit dem Finger an die Schläfe.
Das Teufel Concept F ist ein sehr großes und für den Betrieb am PC oder im Wohnzimmer konzipiertes System, das trotz des verhältnismäßig niedrigen Preises unglaubliche Leistungen ablegt. Der wuchtige Subwoofer mit 5.1 Endstufe bringt viele Funktionen mit sich und macht durch die umfangreichen verschiedenen Anschlussmöglichkeiten einen Receiver überflüssig. So lassen sich zwei Stereoquellen über jeweils Klinke bzw. Cinch wie zum Beispiel ein MP3 Player, ein Notebook oder ein Plattenspieler sowie eine 6-Kanal Audioquelle wie zum Beispiel ein Computer oder ein DVD Player gleichzeitig anschließen.
Mit dieser Änderung gegenüber den Vorgängermodellen und der Bedienung des Concept F über die mitgelieferte Fernbedienung wird die Benutzerfreundlichkeit vervielfacht. Mit den vielen verschiedenen Anschlussmöglichkeiten ist eine Verbindung der meisten Entertainmentgeräte im Wohnzimmer möglich und mit einem Knopfdruck auf die Fernbedienung kann zwischen den Geräten hin- und hergeschaltet werden. Das Design in Anthrazit und Titan trägt sein übriges zur Anpassung des Systems zwischen Fernseher und DVD Spieler bei, es harmoniert mit beinahe allen HiFi-Geräten und macht sich auch neben modernen TFT Monitoren sehr gut. Trotz des großen Dynamikumfangs ist es Teufel auch gelungen, die Abmessungen der Satellitenlautsprecher klein zu halten, so dass man das System möglichst unauffällig in das Zimmer integrieren kann.
Die technischen Daten mit einem 250mm Tieftöner und 300 Watt Verstärkerleistung sprechen für die üppige Ausstattung des Systems. Auch Innovationen kann man beim Concept F schnell finden: die mechanischen Bandpassfilter ersetzen teurere Frequenzweichen. So kann der Preis des Systems auf 229 EUR gedrückt werden. Allerdings ist der Sparfuchs auch bei der Verarbeitung zu finden: schlecht gesetzte Schrauben verursachen Grat, Spaltmaße in unangemessenem Maße sind sichtbar und das verwendete günstige Plastik der Satellitenlautsprecher hat lediglich einen titanfarbigen Anstrich. Auch der Lieferumfang ist nicht ganz so rosig, denn Kabel sucht man beim Concept F - bis auf das obligatorische Stromkabel - vergeblich. Der Berliner Lautsprecherhersteller bietet jedoch ein Kabelset passend zum System an, das für 20EUR erstanden werden kann, wobei wir das 0,75mm² Kabel als etwas zu dünn erachten. Der Rest des Kabelsets ist sehr zu empfehlen.
Mehr als überzeugend wirkt sich das Teufel Concept F jedoch dort aus, wo es am wichtigsten ist: Beim Hörtest. Das Surround Sound System beeindruckt nicht nur den Hörer mit unglaublicher Dynamik und tiefem Bass, sondern auch den Nachbarn und den Glasschrank im Wohnzimmer.
Für den Preis von 229 EUR kann man momentan kein nur entfernt vergleichbares System finden und da die großen Pluspunkte in Sachen Sound die kleineren Nachteile bei weitem übersteigen, verleihen wir dem Teufel "Concept F" den Modding-Station Gold-Award.
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